Stress gemeinsam bewältigen
Stress betrifft im Arbeitskontext selten nur eine einzelne Person – er hat immer Auswirkungen auf das gesamte Team und die Zusammenarbeit. Arbeitsverdichtung, Unsicherheit oder Konflikte zwischen Abteilungen können schnell die Leistungsfähigkeit und die Motivation aller beeinflussen. Der Ansatz des dyadischen Copings nach Guy Bodenmann (2016) lässt sich auch auf Organisationen übertragen: Belastungen nicht als individuellen Kampf erleben, sondern als gemeinsames Thema erkennen und aktiv bewältigen.
Was heißt das konkret im Unternehmen?
Oft glauben Führungskräfte oder Kolleg:innen, sie würden unterstützen – doch in Wirklichkeit bieten sie nicht das, was gerade gebraucht wird. Vielleicht wäre ein offenes Ohr hilfreicher als sofortige Problemlösungen. Oder praktische Unterstützung wirksamer als gut gemeinte Ratschläge. Entscheidend ist, Stress nicht gegeneinander, sondern miteinander zu meistern.
Ziel ist eine gemeinsame Haltung, geprägt von:
- gegenseitiger Unterstützung im Team
- lösungsorientiertem Denken statt Schuldzuweisungen
- Verständnis und Akzeptanz für unterschiedliche Stressreaktionen
- aktiver Nutzung der Ressourcen im Unternehmen
Leitfragen zur gemeinsamen Stressbewältigung:
- Was stresst uns als Team oder Organisation gerade am meisten?
- Welche Gefühle und Dynamiken entstehen dadurch?
- Welche Form von Unterstützung braucht jede Person konkret?
- Wie können wir Stresskommunikation etablieren, die entlastet statt belastet?
In meinen Workshops und Beratungen erforschen wir:
- Welche kleinen Handlungen im Alltag spürbar unterstützen
- Welche Teamroutinen Stress reduzieren und Energie zurückgeben
- Wie gemeinsame Stressbewältigung zur Stärke im Unternehmen wird
Stress ist unvermeidbar – doch wie wir ihm gemeinsam begegnen, entscheidet über Belastung oder Wachstum.
